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Gemeinde Chronik:


Mitte des 19.Jahrhunderts gebinnt in Teilen Europas die Entwicklung von bibelorinentieren Glaubensgemeinschaften neben der Evangelischen und Katholischen Kirche.

In unserer Region gründen Christen hauptsächlich
- Baptistengemeinden
- Freie evangelische Gemeinden und
- Brüdergemeinden.

Sie begannen ihre "Gemeindearbeit" meist als Stubenversammlung - so auch vor ca.130 Jahren in Haigerseelbach im Haus von Luis Müll, Hauptstraße 28 (heute: Eberhard Kretzer, Haigerseelbacher Str.28).

1880 ist "Haigerseelbach" bereits in einer englischen Übersicht über die deutschen Versammlungen gelistet.

Seine Tochter Anna heiratetet 1896 Heinrich Dittmann. 1908 bauten sie ein großes Haus in der Hauptstraße 14, (heute: Fred Quandel, Haigerseelbacher Str.14) in denen sich die Gläubigen jeden 3.Sonntag im Monat versammelten - daher auch der damals gebräuchliche Name "Christliche Versammlung".

1927 stellte die wachsende "Versammlung" den Antrag auf Umbau der Scheune von August und Wilhelmine Kring im Gelmbach (gegenüber von Karin Hees Laden) zu einem Vereinshaus mit einem knapp 50qm großen Raum für die Gottesdienste.

Nach dem 2.Weltkrieg waren bis 1950 Flüchtlinge im Versammlungshaus untergebracht.

1983 kauft die ehemalige "Christliche Versammlung" - heute Evangelisch freikirchliche Gemeinde - vom Lahn-Dill-Kreis das leer stehende Schulgebäude auf dem 2600qm großen Grundstück für 200.000 DM und beginnt mit dem Umbau zu einem Gemeindehaus.

Aus den beiden ehemaligen Klassenzimmern werden ein Saal mit rund 50 Sitzplätzen und ein kleinerer Gruppenraum, die durch eine Faltwand getrennt werden, bei größeren Veranstaltungen zusammen genutzt werden können.

Das separate Toilettengebäude wird in einen Anbau integriert, in dem auch eine Küche installiert wird.

Im Untergeschoss entsteht ein Jugendraum.

Da die Gemeinde weiter wächst - auch durch Zuzug der Siebenbürger - wird 1990 Richtung Parkplatz ein Anbau realisiert, der - zusammen mit dem bisherigen gruppenraum - 120 Sitzplätze (und ein Taufbecken) enthält. Ebenfalls entstehen neue Räume für Kinder- und Jugendarbeit.

In den folgenden Jahren wird die Küche modernisiert und die Toilettenanlagen erweitert.

2005 wird die bisher genutzte Wohnung über dem Saal zu einem Gruppenraum für Teenager und Jungscharler.

2006 werden Dach und Fassade komplett erneuert.

Aus der Schulchronik: (Rechtschreibung original)


"Am 18.April 1914 konnte die neue Schule in festlicher Weise eingeweiht werden. Am Samstag, den 18.April, Nachmittags 4 Uhr versammelte sich die ganze Gemeinde und zahlreiche Gäste an der alten, mit Kränzen und Quirlanden geschmückten Schule.

Punkt 4 Uhr erschien Herr Landrat v. Zitzewitz, herr Kreisschulinspektor Ufer und Herr Kreisbaumeister Röver von Dillenburg vom Automobil. Dann begann die eigentliche Festlichkeit.

Zunächst hielt der seit beinah 18 Jahren hier amtierende Lehrer Wilh. Blecher eine Ansprache an die große Festversammlung. Er knüpfte an, an die Zeit vor 100 Jahren, begrüßte sodann die zahlreichen Gäste im namen der Gemeinde, sprach dann über das christliche Erziehungsziel, anknüpfend an das Wort Hl. Schrift: "Fürchtet Gott, ehret den König, habt die Brüder lieb." Er richtet dann einen warmen Apell an die anwesenden Eltern, mitzuhelfen an dem großen Werk der Kindererziehung, weil Schule und Haus eng zusammengehörten und Hand in Hand gehen müßten.

 

Nach Beendigung der Rede sang der zur Zeit hier bestehende gemischte Chor das Lied: großer Gott wir loben dich. Alsdann setzte sich die zahlreiche Festversammlung unter den Klängen eines Marsches des hiesigen Posaunenchors durch die mit Wacholderbüschen festlich geschmückte Ortsstraße in geordnetem Zuge nach der neuen Schule.

Hier fand die übliche Schlüsselübergabe, nachdem die Schulkinder das Lied: "Mit dem herrn fang alles an" gesungen hatten, statt. Landrat v. Zitzewitz, ... Kreisschulinspektor, Ortspfarrer Cuntz, Haiger, und Bürgermeisters Gustav Triesch hielten jeweils eine Rede.

Nachdem nun die Festversammlung photographiert worden war, wurde die neue Schule zur allgemeinen Besichtigung freigegeben. Als dann verspürte man eine kräfgtigen Zug nach dem Rathaus, wo bei Kaffee und Kuchen, der von den Jungfrauen des Ortes in liebenswürdiger Weise aufgetragen wurde, noch mansches treffliche Wort geredet wurde.

Noch lange, bis in den neuen Tag hinein, verknügte man sich in trautem Gespräch bei Kaffee und Bier."


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